Mildenauer wollen weiter auf Großrückerswalde zugehen

29. Juli 2010
von Kreisverband

Mildenau/Großrückerswalde. Die Vorbereitungen der Gemeinde-Ehe zwischen Mildenau und Großrückerswalde gehen in eine weitere Runde. In ihren jüngsten Sitzungen beauftragten die Gemeinderäte beider Kommunen die jeweiligen Bürgermeister, mittelfristig einen freiwilligen Zusammenschluss anzustreben. “Dazu wollen wir zunächst eine Stellungnahme an die Kommunalaufsicht senden, um den nächsten Schritt zu machen”, erklärte Mildenaus Bürgermeister Konrad Vogel (CDU). Die Behörde des Erzgebirgskreises könne sich dann zu dem Vorhaben äußern. Erst danach soll eine Vereinbarung ausgearbeitet werden, die den Räten erneut zur Abstimmung vorgelegt wird.
Beim jüngsten Tendenzbeschluss der Stimme enthalten hat sich in Mildenau der CDU-Gemeinderat Bert Lötzsch. “Wir eiern hier auf die Ehe zu und wissen gar nicht, ob wir müssen und ob wir was kriegen”, bemängelte er die fehlenden Vorgaben des Freistaates zu kommunalen Zusammenschlüssen. Das zunächst für Anfang des Jahres versprochene Leitbild aus Dresden lässt nun voraussichtlich bis Herbst auf sich warten. “Das ist schon richtig, dass diese Einzelheiten noch nicht geklärt sind – aber wir müssen vorankommen”, sagte Bürgermeister Vogel dazu. Es sei ja auch nicht so, dass die geplante Fusion nur stattfinden solle, um an die vom Freistaat angekündigte “Hochzeitsprämie” zu kommen, fügte Gemeinderat Bert Meyer hinzu.
Um die geplante Fusion voranzutreiben, hat auch der Gemeinderat in Großrückerswalde den entsprechenden Beschluss bei einer Enthaltung des NPD-Vertreters bereits gefasst. Bürgermeister Jörg Stephan (CDU) führte an, dass die Zusammenschlüsse derzeit noch freiwillig seien, in wenigen Jahren würden sie aber vielleicht per Gesetz bestimmt.
Antje Hildebrandt, Vorsitzende des  FDP-Ortsverbandes Großrückerswalde, sagte, dass der Verband Anfang August einen nicht öffentlichen Termin mit den Bürgermeistern beider Gemeinden anstrebt. Er hatte am 14. Juli zu einer öffentlichen Diskussionsrunde geladen. Dort war das Gespräch angeregt worden, nachdem zunächst ein Bürgerentscheid zur Debatte stand.

Freie Presse, 29.07.10

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