Bau am Bahnhofsberg für 2011 fest im Plan

Tino Günther MdL
Die Bauarbeiten an der B 171 am Zöblitzer Bahnhofsberg sollen noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden, damit die Sanierung im Frühjahr beginnen kann. Nicht vor 2013 ist hingegen damit zu rechnen, dass die Brücke der Staatsstraße 233 über die Flöha im Pockauer Ortsteil Nennigmühle neu gebaut wird.
Beides bestätigte gestern Frank Petzoldt, Leiter des zuständigen Straßenbauamtes Plauen, bei Vor-Ort-Terminen. Tino Günther, hatte dazu den Verkehrsstaatssekretär Roland Werner vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, eingeladen, der sich über die Dringlichkeit der Vorhaben informieren ließ. Der Freistaat ist im Auftrag des Bundes Baulastträger der B 171 bei Zöblitz. Am Mittwoch steht laut Amtsleiter Petzoldt eine Besprechung mit dem Ministerium an. Bei dem Termin sollen die Vorschläge der Straßenbauämter zu Bauvorhaben erörtert werden. “Wir hoffen, dass im Herbst entschieden wird, dass wir die Maßnahme am Bahnhofsberg ausschreiben können”, so Petzoldt. Das heißt: Der Bund muss für 2011 Geld dafür in Aussicht stellen. Mitte Juni war bekannt geworden, dass mit der Sanierung des Bahnhofsberges in diesem Jahr wegen fehlender Mittel nicht mehr begonnen wird.
Das Vorhaben kostet 3,3 Millionen Euro und soll ab April kommenden Jahres umgesetzt werden. Auf einer Länge von rund einem Kilometer wird die Fahrbahn bei Vollsperrung auf drei Spuren erweitert. Auch soll ein Rad- und Gehweg entlang der Straße entstehen, sagte gestern Frank Petzoldt. Der Bau erstreckt sich über zwei Jahre. Während des Winters ruht er, sodass der Verkehr fließen kann. “Es wäre schön, wenn der Ausbau im Frühjahr beginnen könnte. Das ist mehr als notwendig. Es geht nicht nur um den Straßenbelag, sondern auch die Statik ist eine potenzielle Gefahr”, meinte Dietmar Georgi (FDP), Bürgermeister von Zöblitz.
An der Brücke in Nennigmühle wird es hingegen noch eine Weile dauern, bis die Bagger anrollen. Zum einen müsse laut Frank Petzoldt gewartet werden, bis der Bahnhofsberg fertig ist, da die Staatsstraße als Umfahrung infrage kommt. Zum anderen stehe die Planung des Vorhabens im Vergleich zur B 171 noch am Anfang. “Derzeit läuft eine Umweltverträglichkeitsprüfung”, so Petzoldt. “Die Brücke ist für die Region wichtig, etwa für den Verkehr von Lengefeld nach Tschechien und in wirtschaftlicher Hinsicht”, betonte Pockaus Bürgermeister Heiko Friedemann (CDU-Mandat). Seit langem kann der Verkehr das Bauwerk von 1926 immer nur in einer Richtung passieren. Laut Friedemann habe es dort schon viele Unfälle gegeben.
Die Brücke hat eine Gesamtstützweite von rund 40 Metern und eine Traglast von 45 Tonnen. Rund 3000 Autos passieren sie jeden Tag. Etwa 6000 kämen hinzu, wenn der Bahnhofsberg gesperrt ist. 2,5 Millionen Euro würden der Abbruch der alten Brücke, die Errichtung der Stützwände für die neue und der Straßenbau kosten. Der Neubau soll ein Stück weiter stromabwärts entstehen und dabei die kurvenreiche Straße begradigt werden.
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