Trasse für Ortsumgehung der Kreisstadt wird gesucht
Die Verbindung zwischen den Bundesstraßen 101 und 95 ist eines der wichtigsten Straßenbauvorhaben der nächsten Jahre. Darüber waren sich bei einem Vor-Ort-Termin Verkehrsstaatssekretär Roland Werner, Bundestagsabgeordneter Heinz-Peter Haustein, Landtagsabgeordneter Tino Günther (beide FDP), Frank Petzold vom Straßenbauamt Plauen und Annaberg-Buchholz’ Wirtschaftsbürgermeister Thomas Proksch einig. Wann der Lückenschluss zwischen Scheibenberg und Kreuzung Morgensonne, wo die Ortsumgehung Annaberg auf die B95 aufbinden soll, steht, konnte gestern aber noch niemand sagen.
Derzeit befinde man sich in der Phase der Linienfindung. Das bedeutet, es steht noch nicht genau fest, wo die Straße einmal entlang führt. “Unser Ziel ist es, eine genehmigungsfähige Trasse zu finden, die in den nächsten Bundesverkehrswegeplan eingeordnet wird”, erklärte Petzold. Dieser neue Bundesverkehrswegeplan, in dem sämtliche Projekte für die drei Verkehrsträger Schiene, Straße, Wasserstraße in Deutschland eingeordnet sind, beginnt 2016. Das Vorhaben Ortsumgehung Annaberg inklusive Ortsumgehung Schlettau – zusammen rund 7,5 Kilometer lang – ist aktuell mit reichlich 17 Millionen Euro kalkuliert. Aber auch das sind noch keine verlässlichen Zahlen, machte Petzold deutlich.
“Für die Staatsregierung ist es extrem wichtig, dass die Kreisstadt verkehrstechnisch besser angebunden wird”, betonte Werner. “Die Querverbindung muss kommen. Es kann nicht sein, dass ich von zuhause aus schneller in Aue bin, wenn ich über Chemnitz und die Autobahn fahre als auf direktem Weg”, sagte der in Seiffen wohnende Günther.





