Staatssekretär bekennt sich zum Erzgebirge

24. August 2010
von Kreisverband

Roland Werners Dienstwagen fährt mit dem ERZ im Kennzeichen

Annaberg. Unabhängig von ihrem Wohnort können sächsische Staatsminister und Staatsekretäre den Zulassungsort und damit das polizeiliche Kennzeichen für ihren Dienstwagen frei wählen. Roland Werner (FDP) ist Staatssekretär für Verkehr im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Sein Dienstwagen trägt das ERZ im Nummernschild. „Obwohl ich in Dresden wohne, fühle ich mich sehr eng mit dem Erzgebirge und den Menschen dort verbunden“, sagte Werner am Rande des Parteitages des FDP-Kreisverbandes in Annaberg. Regelmäßig verbringt er entlang des Gebirgszuges seine Freizeit. Hier ist er mit dem Fahrrad, dem Motorrad und dem Winter über auf Skiern unterwegs. „Die drei Buchstaben im ERZ-Kennzeichen lassen unverkennbar auf seine Herkunft schließen“, nennt Roland Werner einen weiteren Grund für seine Entscheidung. Nicht zuletzt betrachtet sich der Dresdner als ERZ-Liberaler, der die Freiheit des Menschen fest in sich selbst verinnerlicht hat. Auch das kommt auf dem Nummernschild des 6er BMW zum Ausdruck.

Am 20. August war er mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Tino Günther in der Region unterwegs, um sich von einigen Problemzonen im Straßenverkehr einen eindeutigen Überblick zu verschaffen. Dazu zählten der geplante Neubau der B171 am Zöblitzer Bahnhofberg, die Kreuzung B95/B101 in Annaberg sowie die Brücke über die Flöha im Pockauer Ortsteil Nennigmühle.

Am Abend war er Gast auf dem Parteitag des FDP-Kreisverbandes Erzgebirge auf dem Pöhlberg. Hier überreichte ihm Tino Günther ein ganz besonderes und extra angefertigtes Räucherkerzchen. „Es duftet nach Bitumen“, erklärte der Seiffener Landtagsabgeordnete. Tino Günther wusste, dass Roland Werner den Bitumengeruch auf den Baustellen besonders liebt und hat diesen deshalb von der Firma Huss in Neudorf in Räucherkerzchen konservieren lassen.

Thema des Abends war die mögliche Bewerbung des Erzgebirges als „Unesco-Montanregion Erzgebirge“. Mit Professor Helmuth Albrecht, dem Direktor des Institutes für Industriearchälogie, Wisschenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie Freiberg sowie Joachim Stübner, der Vizepräsident der Ingenieurkammer Sachsen wägten zwei Spezialisten das Für und Wider einer entsprechenden Bewerbung ab. Anschließend diskutierten die Mitglieder des Verbandes sowie Gäste der Veranstaltung intensiv weiter. Im Ergebnis hat die FDP Erzgebirge beschlossen, sich nicht gegen eine Bewerbung zu stellen, wenn bestimmte Faktoren eindeutig geklärt sind. Die Finanzierung muss eindeutig offengelegt und in den kommunalen Haushalten eingestellt sein. Außerdem muss gewährleistet sein, dass einzelne Teile der Region, das Projekt wieder verlassen können, wenn dies sinnvoll erscheint. „All das gilt es vor der Unterzeichnung der Bewerbung eindeutig schriftlich festzuhalten“, fordert Tino Günther im Namen des Kreisverbandes.

 Foto: Jana Schaarschmidt

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