Sachsen gibt Zuschuss für Schanzen am Fichtelberg

6. Januar 2012
von Kreisverband

Mirko Ernst

Oberwiesenthal – Einer Sanierung der Fichtelbergschanze scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Nachdem der K-95-Bakken bereits in die Planung des Bundes für 2012 aufgenommen worden war, hat nun der Freistaat ein Drittel der Gesamtkosten zugesichert. Eine entsprechende Mitteilung erhielt die Stadt. “Das Schreiben von Ministerialrat Ewald Wassermann ist aber noch kein Bewilligungsbescheid”, sagte gestern Oberwiesenthals Bürgermeister Mirko Ernst ( FDP). Er hofft, dass das Papier bald kommt, um die Ausschreibung für den Bau auf den Weg bringen zu können.

An der Gesamtmaßnahme, die Kosten von rund 1,8 Millionen € Euro verursacht, tragen Bund und Land jeweils 30 Prozent. Den Löwenanteil übernimmt mit 38 Prozent – das sind knapp 680.000 Euro – der Erzgebirgskreis, die Stadt steuert als Schanzeneigentümer 35.000 Euro bei. “Damit unsere Sportler auch künftig erfolgreich sein können, müssen wir in Trainings- und Wettkampfstätten investieren”, betont Landrat Frank Vogel (CDU). Deshalb hatte er sich stark gemacht, dass der Kreis noch vier Fünftel des eigentlich von Oberwiesenthal zu erbringenden Anteils schultert. “Unser Budget steht im Haushalt”, so Vogel. “Unser Anteil auch”, so Ernst.

Mit dem Geld sollen Spur und Flutlicht gebaut werden. Dies ist laut Ulrich Meyer vom Olympiastützpunkt in Oberwiesenthal auch dringend notwendig: “Ein qualitativ hochwertiges Training ist durch die unübersehbaren Mängel zunehmend infrage gestellt”, hatte er erst kürzlich kritisiert. Mit dem Einbau einer Eisspur in den Anlauf soll die Basis verbessert, durch die Strahler die Trainingszeit verlängert werden. Letzteres hatte auch Richard Freitag angemahnt, der zurzeit bei der Vierschanzentournee um beste Sprünge kämpft: “Abends, wenn der Wind meist nachlässt, ist es zu dunkel.” Noch dieses Jahr soll sich das möglichst ändern.

Freie Presse

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