Bildungspaket füllt Lücke bei Lehrerbedarf mit jungen Lehrern

26. Januar 2012
von Kreisverband

FDP-Bildungsexperte verteidigt 200-Millionen-Maßnahmepaket gegen Lehrermangel und geplante Einstellung von 2.200 neuen Pädagogen

Zur heutigen Aktuellen Debatte über das von der CDU/FDP-Koalition und der Staatsregierung vorgelegte “Bildungspaket Sachsen 2020: Exzellente Lehrerausbildung für ein erstklassiges Schulsystem” erklärt Norbert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

“Die Altersstruktur bei den Lehrern ist in eine Schieflage geraten, der Freistaat muss enorme Altersabgänge in ganz kurzer Zeit verkraften. Um den Lehrerbedarf in Sachsen langfristig zu decken, haben CDU und FDP ein umfassendes Bildungspaket in Höhe von 200 Millionen Euro geschnürt. Mit diesem Maßnahmepaket werden wir die entstehende Lücke mit jungen Lehrern füllen, damit wir auch künftig eine gesunde Mischung von älteren und jüngeren Pädagogen an unseren Schulen haben.

Statt das Problem nur zu bejammern, haben CDU und FDP handfeste Entscheidungen getroffen, damit Sachsen weiterhin Bildungsland Nummer 1 in Deutschland bleibt: Die Zahl der Studienanfänger im Lehramt wird von derzeit 1.000 auf mindestens 1.700 jährlich erhöht, auch in Chemnitz werden künftig wieder Grundschullehrer ausgebildet und die Zahl der Referendarstellen soll sich ab dem Jahr 2012 bis einschließlich 2014/15 auf 2.050 verdoppeln. Außerdem sollen bis zum Jahr 2015/16 etwa 2.200 neue Lehrer eingestellt werden.

In der Diskussion um die Lehrerstellen sollten auch die Kritiker endlich mal ehrlich sein, denn nicht jeder Lehrer, der ausscheidet, hinterlässt auch eine freie Vollzeitstelle. Deshalb werden die Altersabgänge mit den geplanten 2.200 Neueinstellungen aufgefangen.

Das Bildungspaket in Höhe von 200 Millionen Euro gegen den Lehrermangel kommt zumindest bei der Lehrerausbildung zugegeben sehr spät, hier hätte der Freistaat schon vor fünf, sechs Jahren umsteuern müssen. Aber jetzt liegt ein umfassendes Konzept vor, wie wir den Lehrerbedarf künftig sichern – deshalb ist es unverantwortlich, dass die Opposition dieses Programm torpediert statt an Lösungen mitzuarbeiten.  

Besonders die SPD, die bis zum Jahr 2009 die Wissenschaftsministerin gestellt hat, sollte mal erklären, warum sie das Problem mit den Altersabgängen von Lehrern in fünf Jahren Regierungsbeteiligung nicht angepackt hat. Die bisher nicht ausreichenden Kapazitäten bei der Lehrerausbildung und die inzwischen gescheiterte Neuordnung mit der Umstellung auf das Bachelor/Master-System gehen ebenso auf das Konto der SPD, auch das hat den Lehrernachwuchs vollkommen unplanbar und unberechenbar gemacht hat. Hätte man in der vergangenen Legislaturperiode das Studium bedarfsgerecht gestaltet, hätten wir schon jetzt mehr Grundschullehrer zur Verfügung.”

 

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